Ost und West in einer Flasche vereint
Zwei Winzer und ein Künstler von Saale-Unstrut und Rheingau kreierten Einheitswein und Gemälde
Die Idee kam ihnen im November 2019: Damals saß der Rheingauer Künstler Michael Apitz mit seinem Bruder Jürgen und dessen Sohn Niko bei einem Glas Wein zusammen. Als die Flasche leer war, war das Projekt geboren: Ein Gemälde zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit würde Michael malen. Doch damit nicht genug. Nicht nur auf dem Bild sollte sich die Einheit widerspiegeln, sondern Ost und West sollten auch in einer Flasche Wein verschmelzen. Für diese Idee konnten die drei sehr schnell die Weingüter Pawis aus Zscheiplitz in der Region Saale-Unstrut und Spreitzer aus Oestrich-Winkel im Rheingau begeistern. Beide Winzerfamilien sind nicht nur seit Jahren miteinander befreundet, beide gehören auch dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter an, in den nur die Besten der Besten Aufnahme finden. Beide Winzer wählten einen ihrer Top-Rieslinge für eine gemeinsame Cuvée aus, von der insgesamt 2020 Flaschen produziert wurden.
Ein besonderes Etikett ziert diese, eine verkleinerte Kopie des Gemäldes von Michael Apitz. Das 1990 mal 2020 Millimeter große Gemälde entstand aus zwei gleich großen Leinwänden, die sich in den deutschen Farben zu einem Weinberg zusammenfügen und ihre Wirkung nur gemeinsam entfalten, symbolisch für die beiden Teile Deutschlands, die nach der langen Teilung erst wieder zusammenfinden mussten.
Erwerben kann man den Wein bei den Weingütern und übers Internet unter: www.einheitwein.de
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.