Kassenwechsel wie?

Zusatzbeitrag steigt

  • Lesedauer: 2 Min.

Meine Krankenkasse hat den Zusatzbeitrag erhöht. Was kann ich in diesem Fall tun?
Ilona K., Berlin

Ihre Krankenkasse ist nicht die einzige. Zum Jahreswechsel hatten 31 der 76 allgemein zugänglichen Kassen ihre Zusatzbeiträge erhöht, darunter die Techniker Krankenkasse von 0,7 auf 1,2 Prozent, die Barmer von 1,1 auf 1,5 Prozent und die AOK Nordost von 0,9 auf 1,5 Prozent. Alle begründen die Erhöhung mit steigenden Ausgaben.

Während der allgemeine Kassenbeitrag von 14,6 Prozent, den jeweils zur Hälfte der Versicherte und der Arbeitgeber tragen, gleich geblieben ist, können die Kassen den Zusatzbeitrag je nach Finanzlage flexibel selbst festlegen.

Den Versicherten, die die Erhöhung nicht akzeptieren, steht ein Sonderkündigungsrecht zu - völlig unabhängig, wie lange sie bei der Kasse versichert waren. Wichtig ist: Die Kündigung muss bis Ende des Monats erfolgen, indem die Kasse den neuen Beitrag erstmals erhöht. Aktuell wäre das Ende Januar. Wirksam wird die Kündigung allerdings erst ab 1. April. Bis dahin muss der höhere Beitrag gezahlt werden.

Unabhängig vom Sonderkündigungsrecht ist seit Beginn dieses Jahres ein Kassenwechsel leichter möglich. Denn statt bisher 18 Monate muss man nur 12 Monate bei dieser Krankenkasse gewesen sein, um kündigen zu können. Die komplette Abwicklung des Wechsels übernimmt die neue Kasse.

Wechselwillige sollten aber nicht vorschnell handeln und sich die neuen Vertragsbedingungen genau anschauen. nd-Ratgeberredaktion

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.