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Mathilde Panot: Mélenchons rechte Hand
Mathilde Panot ist Chefin der LFI-Gruppe in Frankreichs Parlament
Die enge Vertraute des Parteigründers Jean-Luc Mélenchon ist am Dienstag erneut zur Vorsitzenden der Fraktion von La France Insoumise (Unbeugsames Frankreich) in der französischen Nationalversammlung gewählt worden. Erstmals hatte Mathilde Panot den Vorsitz der LFI-Abgeordneten im Oktober 2021 von Mélenchon übernommen.
Nach der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag ist deren Zahl von 72 auf 74 leicht gestiegen, gefolgt von den Sozialisten stellt die Partei die größte Abgeordnetengruppe innerhalb der Wahlallianz Neue Volksfront, die als stärkste Kraft vor dem Lager von Präsident Emmanuel Macron und dem rechtsextremen Rassemblement National abschnitt. »Der unerbittliche Kampf gegen den RN hat gerade erst begonnen«, hatte Mathilde Panot erklärt, nachdem die Volksfront-Kandidatin ihren Wahlkreis eine Woche zuvor bereits in der ersten Runde mit 59,3 Prozent gewonnen hatte.
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Die 35-Jährige vertritt den 10. Bezirk im Departement Val-de-Marne an der Peripherie von Paris. Die Gemeinde, die zum »roten Gürtel« der Hauptstadt zählt, in dem über Jahrzehnte die FKP tonangebend war, hat einen Prozess der Deindustrialisierung erlebt und weist einen hohen Einwandereranteil auf.
Panot, Tochter einer Mathematiklehrerin und eines Agrarexperten, wuchs bei Orléans in Mittelfrankreich auf. An der Pariser Uni Sciences Po machte sie 2013 einen Abschluss im Fach Internationale Beziehungen. Ein Jahr zuvor war Panot in Mélenchons Linkspartei PG eingetreten und folgte ihm dann zu La France Insoumise. 2017 kandidierte sie das erste Mal erfolgreich als Abgeordnete. Im Parlament kämpft sie besonders für Frauenrechte, den Schutz des Wassers vor den Konzernen und die Anerkennung des Staates Palästina.
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