Alternativen diskutieren

Aktionswoche von WEF-Kritikern in Davos

Von Mittwoch bis Sonntag werden Globalisierungsgegner in Davos ihre Kritik am World Economic Forum (WEF) vielfältig präsentieren.

Wie können wir aus der schwersten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren heraustreten? Welche Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem bieten sich an? Mit diesen Fragen setzen Kritiker des WEF auf Podiumsdiskussionen und in Filmveranstaltungen eigene Akzente während des Jahrestreffens von Wirtschaftsexperten, Politikern und Journalisten.

Mit den »Public Eye Awards« wird auch dieses Jahr wieder ein kritischer Kontrapunkt zum Programm des WEF in Davos gesetzt. Die entwicklungspolitische Organisation »Erklärung von Bern« vergibt zusammen mit Greenpeace Schweiz an Konzerne »Schmähpreise«, um deren menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken in der Weltwirtschaft aufzuzeigen. Nominiert sind u.a. der Pharmariese Roche, der Energiekonzern GDF Suez und das Internationale Olympische Komitee.

Ein Höhepunkt der Proteste ist die als »farbig« angekündigte Demonstration am 30. Januar, zu der die JungsozialistInnen Schweiz mit der Grünen Partei und dem Verein Autonome Jugend Davos aufrufen haben. Unter dem Motto »Eine andere Welt ist möglich und nötig« wollen die Anmelder den angereisten »Global Leaders« zeigen, dass ihre »Abzockerei« nicht zu höheren Lebensstandards führt, sondern Armut verstärkt und Umwelt zerstört. Gemeinsam fordern sie, dass die Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung weltweit wahrnehmen und dafür von der Politik rechtsverbindlich in die Pflicht genommen werden.

Bereits am vergangenen Samstag demonstrierten in Luzern etwa 700 Globalisierungskritiker gegen das WEF. An der Aktionswoche beteiligen sich linke Parteien, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen und Kulturvereine, die mit mehreren Konzerten »zum Schallangriff aufs WEF blasen«.

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