Kirgistan begräbt Opfer des Umsturzes
USA bieten humanitäre Hilfe an
Bischkek/Washington (dpa/ND). Nach dem blutigen Umsturz in der zentralasiatischen Republik Kirgistan in der vergangenen Woche hat die neue Regierung die Opfer mit einem Staatsbegräbnis geehrt. In der Hauptstadt Bischkek und weiteren Orten nahmen Tausende an Gedenkveranstaltungen teil. Das meldete die kirgisische Agentur Akipress am Samstag. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 79. Die Lage in Bischkek beruhigte sich nach Behördenangaben weiter. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) forderte beide Konfliktparteien zu Gesprächen auf. In Bischkek wurden am Stadtrand Kontrollpunkte errichtet, an denen Reisende nach Waffen und Sprengstoff durchsucht werden. Damit sollen neue Plünderungen und Gewalttaten verhindert werden. Insgesamt wurden etwa 1500 Menschen verletzt.
Nach dem Umsturz werden die USA ihre dortige Luftwaffenbasis Manas vorläufig nicht nutzen. Die Flüge zum Transport von Truppen und Ausrüstung nach Afghanistan würden über einen anderen Stützpunkt im Ausland abgewickelt. Unterdessen hat USA-Außenministerin Hillary Clinton der neuen kirgisischen Regierungschefin Rosa Otunbajewa humanitäre Hilfe angeboten. Otunbajewa versicherte, dass sich ihre Regierung an die bisherigen Abmachungen halten und den USA weiter die Benutzung des Flughafens Manas erlauben würde.
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