Lehman nutzte Strohmänner

  • Lesedauer: 1 Min.

New York (dpa/ND). Neue Enthüllungen über die Pleite gegangene US-Investmentbank Lehman Brothers: Diese nutzte nach Recherchen der »New York Times« eine externe Firma, über die sie im Geheimen große Geschäfte abwickelte. Auf diese Weise wurden Risiken verschleiert, schrieb die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf interne Dokumente und ehemalige Mitarbeiter. Das Unternehmen namens Hudson Castle wurde demnach von Lehman kontrolliert. Die Investmentbank habe seit 2001 mehrfach Transaktionen mit mehr als einer Milliarde Dollar über die kleine Firma abgewickelt, hieß es. Wie viel Geld insgesamt floss, sei unbekannt. Die US-Börsenaufsicht SEC untersucht derzeit, inwiefern auch andere Häuser riskante Geschäfte verheimlicht haben.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.