McChrystal lobt die Bundeswehr
Afghanistanabzug der USA ab 2011 bestätigt
Berlin (ND-Heilig). Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, hat sich lobend über den deutschen Einsatz geäußert. »Deutschland bleibt ein entscheidender Partner«, sagte der US-General nach seinem Gespräch mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Mittwoch in Berlin. Auch vor dem außen- und vor dem verteidigungspolitischen Ausschuss des Bundestages hob er »den Einsatz und den Mut« der deutschen Soldaten hervor. Auf Fragen zu Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr, die in Deutschland diskutiert werden, reagierte der Oberbefehlshaber nach Aussagen von Gesprächsteilnehmern zurückhaltend. Solche vermag er nicht zu erkennen, wichtig sei, dass die Truppen flexibel sind.
Der ISAF-Chef bestätigte, dass derzeit rund 5000 US-Soldaten in den Norden verlegt werden, betonte jedoch, dass sich an der deutschen Verantwortung für dieses Gebiet nichts ändert. McChrystal unterstrich die Notwendigkeit von Friedensgesprächen und zeigte sich zuversichtlich, dass die USA im Sommer 2010 mit dem Abzug eigener Soldaten beginnen werden. Dass es im ersten Quartal dieses Jahres – trotz der veränderten NATO-Strategie – mehr zivile Opfer gegeben hat als im selben Zeitraum 2009, sei logisch. Schließlich würden die Kämpfe intensiver denn je geführt.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.