Fröhliche Seebestattung für das Bombodrom

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Mirow (dpa/ND). Der jahrelang heftig umstrittene und vor kurzem von der Bundeswehr endgültig aufgegebene Tiefflugübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide, das Bombodrom, hat am Sonnabend eine symbolische Wasserbestattung erhalten. Bei der Veranstaltung mit bis zu 2000 Gästen in Mirow (Mecklenburg-Vorpommern) wurde ein Sarg ins Wasser des Strandbades getragen.

Nach Angaben der Sprecherin der Initiative Freier Himmel, Barbara Lange, wollten die Veranstalter die oft zermürbenden Proteste aber mit einer positiven Geste abschließen. So öffnete sich im See der Sargdeckel und Luftballons kamen ans Tageslicht. Später flogen Dutzende Tauben in den blauen Himmel.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bezeichnete das Ende der militärischen Pläne als Erfolg. »Das Bombodrom ist Geschichte. Wir haben unser gemeinsames Ziel erreicht«, sagte Sellering bei der Kundgebung. Das Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass es sich endgültig aus der Heide im Norden Brandenburgs zurückziehen werde. Das 14 000 Hektar große Gelände war 62 Jahre lang im Besitz des Militärs.    

Das teils noch munitionsverseuchte Gelände soll an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) übertragen werden. Nach Worten von Barbara Lange gibt es derzeit Sorgen, dass die Bima das Land verkaufen wolle.

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