Endspiel für Serbien

  • Lesedauer: 1 Min.

Jede Erinnerung an die Schmach von 2006 ist tabu: »Wir werden 100 Prozent geben«, kündigte Serbiens Verteidiger Neven Su-botic von Borussia Dortmund Wiedergutmachung für den 0:1-Fehlstart gegen Ghana an. Gar von einem »historischen Spiel« sprach Trainer Radomir Antic. »Es ist eine mentale Last«, räumte der 61-Jährige ein. Dennoch haben alle Spieler den Gedanken an den peinlichen Vorrunden-K.o. vor vier Jahren verdrängt, als die »Weißen Adler« noch unter dem Namen Serbien-Montenegro nach drei Vorrundenniederlagen ausschieden.

»Wir haben uns verändert und lassen uns nicht mehr so leicht aus der Bahn bringen«, sagte Marko Pantelic selbstbewusst. Doch ausgerechnet dem Ex-Berliner droht nach schwachem Turnierstart die Bank. Antic nahm jedoch all seine Akteure in die Pflicht: »Ich habe jeden gebeten, dass er besser als normal spielt. Unser Gegner hat das beste Spiel bisher abgeliefert«, betonte der Trainer.

Subotic wird in die Abwehr rücken, Stuttgarts Zdravko Kuzmanovic soll im Mittelfeld aufräumen. Der Ex-Kölner Zoran Tosic gilt als erster Joker. Auf diese Legionäre verlässt sich Antic: »Bei allem Respekt vor Deutschland: Ich denke, dass ich mit meinem Team rechnen kann.« dpa/ND

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.