Riesentanker soll Öl absaugen
44 500 Menschen kämpfen gegen die Ölpest
New Orleans (AFP/ND). Nach dem Durchzug des Hurrikans »Alex« sind die Aufräumarbeiten im öl-verpesteten Golf von Mexiko wieder angelaufen. Nach Angaben der US-Küstenwache schöpften seit Sonntag wieder Schiffe vor der Küste des Bundesstaats Louisianas das Öl aus dem Wasser, schwimmende Barrieren wurden neu ausgelegt. Die Ölpest kostete den Energiekonzern BP nach eigenen Angaben bereits mehr als drei Milliarden Dollar.
Mit rauer See und starken Winden hatte »Alex« den Kampf gegen die Ölpest fünf Tage lang praktisch lahm gelegt. Während vor Louisiana die Säuberung des Meeres weiterging, mussten in den Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Florida die Schiffe wegen des hohen Wellengangs vorerst weiter in den Häfen bleiben. Insgesamt sind laut BP 44 500 Helfer, mehr als 6500 Schiffe und 113 Flugzeuge im Kampf gegen das aus einem lecken Bohrloch sprudelnde Öl im Einsatz.
Die Hoffnungen konzentrierten sich auf den taiwanesischen Riesentanker »A Whale« (Foto: dpa), der derzeit getestet wird, sagte ein BP-Sprecher. Das Schiff hat die Größe von vier Fußballfeldern und soll bis zu 80 Millionen Liter ölverschmutztes Wasser am Tag aufsaugen und reinigen können. Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Wochen konnten alle Schiffe zusammen nur etwas mehr als 100 Millionen Liter säubern.
Die »Washington Post« berichtete, dass die Ölkatastrophe offenbar keine Auswirkungen auf die Rolle von BP als wichtiger Treibstofflieferant des US-Militärs habe.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.