Gegen Diskriminierung von Flüchtlingskindern

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Köln/Berlin (epd/ND). Das Aktionsbündnis Kinderrechte appelliert an die Bundesregierung, die Rechte der Kinder in Deutschland zu stärken. Zum Jahrestag der UN-Kinderrechtekonvention an diesem Samstag forderte das Bündnis eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Vor allem seien dringende Änderungen im Asyl-, Aufenthalts- und Sozialrecht nötig, damit Flüchtlingskinder nicht länger diskriminiert würden, erklärten die Bündnismitglieder UNICEF, Deutsches Kinderhilfswerk und Deutscher Kinderschutzbund am Freitag in Köln und Berlin.

Kurzfristig müssten zahlreiche Gesetze geändert werden, die dem Geist der Kinderrechtskonvention widersprächen, insbesondere im Ausländerrecht, hieß es. Auf lange Sicht fehle in Deutschland vor allem ein Gesamtkonzept zur Stärkung der Kinderrechte und zur Verbesserung der Situation benachteiligter Kinder.

Viele der bis zu 300 000 Flüchtlingskinder in Deutschland wüchsen unter inakzeptablen Lebensbedingungen auf, obwohl gerade sie besonderen Schutz und Fürsorge bräuchten. Junge Flüchtlinge über 16 Jahre würden in einem für sie unverständlichen Asylverfahren wie Erwachsene behandelt. Eine umfassende medizinische und psychosoziale Versorgung bleibe den oft chronisch kranken Flüchtlingen häufig verwehrt.

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