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Iran erhebt Vorwürfe gegen IAEA

Vor Gesprächen in Genf

  • Lesedauer: 1 Min.

Teheran (AFP/ND). Unmittelbar vor Gesprächen der 5+1-Gruppe mit Iran warf Teherans Geheimdienstminister Hejdar Moslehi der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor, Spione nach Iran geschleust zu haben. Unter den mit der Kontrolle der Atomanlagen Irans beauftragten Inspekteuren seien Agenten ausländischer Nachrichtendienste gewesen, sagte Moslehi am Sonnabend im iranischen Fernsehen. Im Juni hatte Teheran zwei IAEA-Inspekteuren vorgeworfen, falsche Informationen weitergegeben zu haben.

Am Montag sollen in Genf zweitägige Gespräche zwischen Iran und der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland) beginnen. Die Stimmung ist angespannt, nachdem kürzlich bei Anschlägen in Teheran ein iranischer Atomforscher getötet und ein weiterer verletzt worden war. Moslehi machte für die Anschläge die Geheimdienste der USA, Israels und Großbritanniens verantwortlich.

Staatschef Mahmud Ahmadinedschad wurde am Sonnabend von der Webseite des Fernsehens zitiert: »Wir haben wiederholt gesagt, dass wir mit niemandem über die unveräußerlichen Rechte der iranischen Nation verhandeln werden, aber wenn sie über Zusammenarbeit reden wollen, sind wir bereit dazu.« Die 5+1-Gruppe müsse das Recht seines Landes auf die Uran-Anreicherung anerkennen.

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