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Bund will kein Geld für WestLB geben

  • Lesedauer: 1 Min.

Düsseldorf (dpa/ND). Für die krisengeschüttelte WestLB stehen die Zeichen auf Zerschlagung. Wenige Tage vor dem Fristablauf für einen Sanierungsplan rechnen die Eigentümer eine Aufspaltung der nordrhein-westfälischen Landesbank durch. Der Umbau der WestLB zur reinen Sparkassen-Zentralbank mit Firmenkundengeschäft werde intensiv geprüft, verlautete am Samstag in Eigentümerkreisen.

Das Land soll Medienberichten zufolge eine Milliardenbeteiligung vom Bund gefordert haben. Der wolle kein Geld geben. Das NRW-Finanzministerium wollte diese Berichte nicht kommentieren, im Bundesfinanzministerium war man am Samstag zuversichtlich, dass die Eigentümer bis zum 15. Februar eine Lösung finden. Nach dem Modell der rheinischen Sparkassen könnten große Bereiche wie das internationale Geschäft und die Projektfinanzierungen verkauft werden. Für Reste käme die Abwicklungsanstalt (»Bad Bank«) infrage, in die die WestLB bereits Schrottpapiere und anderen Ballast im Volumen von 77 Milliarden Euro ausgelagert hat.

Die verbleibende Sparkassen-Zentralbank für die gut 100 kommunalen Kreditinstitute in Nordrhein-Westfalen käme auf eine Bilanzsumme von 50 bis 60 Milliarden Euro. Derzeit ist die drittgrößte Landesbank 220 Milliarden Euro groß. Der Plan der Sparkassen gilt für den Fall, das weder ein Komplettverkauf noch eine Fusion zustande kommt.

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