Widerstand gegen neuen EU-Pakt

  • Lesedauer: 1 Min.

Brüssel (dpa/ND). Das deutsch-französische Vorhaben eines »Pakts für Wettbewerbsfähigkeit« wird in der EU zunehmend skeptisch gesehen. Vor allem in kleineren Ländern gibt es Bedenken, ob der Pakt zur einer besseren Koordinierung der Wirtschaftspolitiken in den 17 Euro-Ländern nötig ist. Das wurde am Montag am Rande von Beratungen der Euro-Finanzminister in Brüssel deutlich. Deutschland und Frankreich hatten den Plan vor eineinhalb Wochen beim EU-Gipfel vorgestellt. »Es ist ja niemand – ich jedenfalls nicht – gegen eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Euro-Zone«, sagte der Vorsitzende der Ministerrunde, Luxemburgs Jean-Claude Juncker. »Man muss nur eruieren, ob man dazu neue Instrumente braucht, oder ob die zur Verfügung stehenden nicht ausreichen.«

Details des angestrebten Wirtschaftspaktes sind bisher nicht bekannt. Der finnische Ressortchef Jyrki Katainen sagte, er sei nicht sicher, ob der deutsch-französische Vorschlag der beste Weg sei. Das Gesamtpaket zur Euro-Absicherung, an dem die Länder arbeiteten, enthalte bereits eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. »Auch wenn wir alle die Wettbewerbsfähigkeit verbessern wollen, bin ich etwas verwirrt angesichts der verschiedenen Vorschläge für neue Pakete«, sagte Katainen.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.