Israel erhöht vor Pessach die Sicherheit
Tausende Polizisten im ganzen Land stationiert
Jerusalem (AFP/ND). Aus Angst vor palästinensischen Anschlägen zum jüdischen Pessach-Fest hat die israelische Polizei ihre Alarmbereitschaft erhöht. Im ganzen Land seien Tausende Polizisten stationiert worden, insbesondere rund um Jerusalem, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Zudem sei die Überwachung von Synagogen, Märkten, Bahnhöfen und Einkaufszentren verstärkt worden. Zum Schutz der christlichen Pilger während ihres Osterfestes wurden zudem mehr Polizisten im annektierten Ostteil der Jerusalemer Altstadt abgestellt.
Darüber hinaus ist die israelische Armee am Gaza-Streifen wegen der Feiertage in höchster Alarmbereitschaft, wie der stellvertretende Divisionskommandant Amir Avivi im öffentlichen-rechtlichen Radio sagte. »Wir fassen alle Möglichkeiten ins Auge und sind bereit, hart zu reagieren«, betonte Avivi. Das Pessach-Fest gehört zu den zentralen Festen des Judentums und erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten.
Auch das Westjordanland wurde in der Nacht zum Montag komplett abgeriegelt. Palästinenser dürfen bis zum 26. April von dort nicht nach Israel reisen. Eine Ausnahme gilt den Angaben zufolge in humanitären Fällen sowie für christliche Palästinenser, die sich an die sogenannten heiligen Stätten begeben wollen und über eine Einreiseerlaubnis verfügen.
Am Sonntag war ein israelischer Jugendlicher seinen Verletzungen erlegen, der am 7. April durch einen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf einen Schulbus getroffen worden war. Der Angriff löste die schwerste Gewaltwelle seit der israelischen Offensive um den Jahreswechsel 2008/09 aus.
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