Armenische Familie darf bleiben

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister betont das »Wohl der Kinder«

  • Lesedauer: 1 Min.

Schwerin (dpa/ND). Eine von der Abschiebung bedrohte armenische Familie aus Kühlungsborn darf vorerst doch bleiben. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) habe den zuständigen Landrat angewiesen, der vierköpfigen Familie den Aufenthalt weiterhin zu gestatten, teilte das Ministerium am Dienstag mit. »Es geht mir ausschließlich um das Wohl der Kinder«, begründete Caffier seine Entscheidung. Kurz zuvor hatte die Härtefallkommission des Landes noch entschieden, sich nicht ein zweites Mal mit dem Fall zu befassen. Es habe keine neuen Argumente für einen Verbleib gegeben, hieß es.

Die Familie, zu der zwei schulpflichtige Kinder gehören, lebt seit 13 Jahren in Deutschland und gilt heute als gut integriert. Die Duldung gilt laut Innenministerium bis zum 15. Lebensjahr des heute 12-jährigen Sohnes. Caffier gehe davon aus, dass die beiden Kinder dann eigenständige und vom Vater unabhängige Aufenthaltstitel erhalten können. Weil der Vater bei der Einreise falsche Angaben zu Namen und Geburtsdatum gemacht haben soll und zudem straffällig geworden war, hatte die Härtefallkommission im Februar gegen einen Verbleib entschieden.

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