Untersuchung gefordert

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Berlin (nd-Meyer). Die »Initiative im Gedenken an Oury Jalloh«, der unter ungeklärten Umständen in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte, fordert die Hinzuziehung eines unabhängigen internationalen Brandgutachters zum Revisionsverfahren. In einem offenen Brief an die Richterin Claudia Methling vom Magdeburger Landgericht, vor dem das Verfahren läuft, kritisieren die Aktivisten, dass der Tod des Asylbewerbers bislang nur unzureichend aufgeklärt worden sei. Im Revisionsverfahren sei bislang lediglich der Gutachter der ersten Verhandlung gehört worden, der zugegeben habe, auf Anweisung der Staatsanwaltschaft die Brandursachen nur eingeschränkt untersucht zu haben. Das Verfahren hatte mit einem Freispruch der wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Polizisten geendet, der BGH dieses Urteil in einem Fall jedoch gekippt. Seit Anfang 2011 läuft die Revision. Jalloh soll an Händen und Füßen gefesselt die Hülle einer schwer entflammbaren Matratze beschädigt und das Innenfutter angezündet haben, so das erste Urteil. Nicht nur die »Initiative« bezweifelt dies.

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