Schwerin hebt Residenzpflicht auf

Asylbewerber dürfen sich in Mecklenburg-Vorpommern frei bewegen

  • Lesedauer: 1 Min.

Schwerin (dpa/nd). Die rund 2070 Asylbewerber und geduldeten Ausländer in Mecklenburg-Vorpommern bekommen mit Beginn des neuen Jahres mehr Bewegungsfreiheit. Sie dürfen sich ohne Erlaubnis der Ausländerbehörde im gesamten Land aufhalten, etwa zu Besuchen reisen, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Landesregierung hebe damit die bisherige Residenzpflicht auf. Grundlage für die Regelung sei das im Sommer geänderte Asylverfahrensgesetz. Gleichzeitig werde ein Punkt aus der Koalitionsvereinbarung umgesetzt.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte: »Mit der Aufhebung der bisherigen Beschränkungen soll den Bedürfnissen des täglichen Lebens besser entsprochen werden.« Soziale Kontakte, Arztbesuche, Sport oder der Besuch kultureller oder religiöser Veranstaltungen würden leichter. Bislang ist das Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns in vier Aufenthaltsbereiche eingeteilt und die Freizügigkeit auf einen davon beschränkt. Nur mit schriftlicher Genehmigung der zuständigen Ausländerbehörde durften die Asylbewerber vorübergehend ihren Bereich verlassen.

In den letzten Monaten haben immer mehr Bundesländer ihre Bestimmungen zum Aufenthalt von Asylbewerbern gelockert.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -