Designierter Chef der FDP-Fraktion wirft hin
Rücktritt von Kühn an der Saar persönlich motiviert
Saarbrücken (dpa/nd). Nächster Paukenschlag bei der kriselnden Saar-FDP: Christoph Kühn hat seine Kandidatur für das Amt des Fraktionsvorsitzenden zurückgezogen und damit entsprechende Medienberichte am Donnerstag bestätigt. Der vorherige Fraktionschef Christian Schmitt, den Kühn beerben sollte, war erst Mitte Dezember zurückgetreten. Er hatte die Entscheidung mit Intrigen gegen sich begründet.
Er habe sich nach den Ereignissen der vergangenen Tage im Zusammenhang mit seiner Kandidatur gemeinsam mit seiner Familie zu diesem Schritt entschlossen, sagte Kühn. Es ist der zweite Rückzug in der saarländischen FDP innerhalb von zwei Tagen. Am Vortag hatte Schatzmeister Rainer Keller seinen Rücktritt erklärt. Keller hatte dies damit begründet, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Parteichef Oliver Luksic sei nicht mehr möglich.
Kühn sollte bereits vor Weihnachten zum Fraktionschef gewählt werden. Dann wurde eine mutmaßliche Dienstwagenaffäre öffentlich: Kühn fährt einen von der Fraktion mit Rabatten geleasten Geländewagen, kassiert gleichzeitig aber eine Fahrtkostenpauschale.
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