Kaum noch Hoffnung für Schlecker
Die Abwicklung der Drogeriekette rückt näher
Ehingen/Ulm (dpa/nd). Eine Rettung der insolventen Drogeriekette Schlecker scheint immer unwahrscheinlicher. Unterschriftsreife Investorenangebote sollen nach dpa-Informationen weiterhin nicht vorliegen. Nach Informationen der »Südwest Presse« ist am Freitag bei der entscheidenden Gläubigersitzung ein Beschluss über die Zerschlagung Schleckers zu erwarten. »Das Urteil ist gefallen. Am kommenden Freitag gibt es nur die Verkündung«, zitierte die Zeitung am Mittwoch Branchenkenner. Eine Abwicklung der insolventen Drogeriekette würde vor allem die mehr als 14 300 Mitarbeiter treffen. Betriebsratschefin Christel Hoffmann gibt aber nicht auf: »Ich sehe einen kleinen Ansatz einer möglichen Wende.« Eine Lösung in letzter Sekunde ist nicht völlig ausgeschlossen. Bereits im März wurden 11 200 Mitarbeiter von Schlecker entlassen.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.