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Von Hans Eisen, Phnom Penh

  • Lesedauer: 1 Min.

Lächelnd wartet er im Hotelfoyer und stellt sich artig vor- »Ich bin Ihr Fahrer « Er begleitet den Gast hinaus in die gleißende tropische Sonne, rutscht hinter das Lenkrad eines weißen »Toyota Camry« und öffnet dem Fahrgast die Tür »Ich heiße Kim Heng.« Sein Französisch verrät alte Schule, Englisch mag Heng nicht so sehr Für dreißig Mark am Tag begleitet er ausländische Gäste durch Phnom Penh, die Hauptstadt des Königreiches Kambodscha, und lächelt.

Wie lange er schon Taxifahrer ist? »Ich bin nicht Fahrer, ich bin Angestellter im Ministerium.« Tatsächlich sagt er »Funktionär«, wie die kleinen Beamten schon zu Zeiten der Volksrepublik Kampuchea genannt wurden. Kim Heng hat immer gut funktioniert.

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