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Ein paar Paare zu wenig

Auch Wötzel/Steuer können nicht starten, nur noch ein Duo bei den Titelkämpfen in Berlin Von Andreas Schirmer, dpa

  • Lesedauer: 2 Min.

Die deutschen Paarläufer funken nach einer noch nie dagewesenen , Reihe von Unfällen und Unglücken SOS. Zwei Monate vor den Olympischen Winterspielen“in Nagano ist die Situation in dieser Eiskunstlauf-Disziplin prekär, nachdem auch die Weltmeister Mandy Wötzel/Ingo Steuer aus Verletzungsgründen ihren Start bei den deutschen

Meisterschaften an diesem Wochenende in Berlin absagten. »Wir müssen von einer Notsituation sprechen«, meinte Udo Dönsdorf, Sporttechnischer Leiter der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Vermutlich wird die DEU bei der Europameisterschaft im Januar in Mailand die drei Startplätze aus Mangel an Klassepaaren nicht besetzen können.

Nach der Absage der Chemitzer Wötzel/Steuer ist der in der Meisterschaftsgeschichte wohl einmalige Fall eingetreten, daß mit Peggy Schwarz/Mirko Müller

aus Berlin nur noch ein Paar antritt.

»Wir wollten unbedingt dabei sein, aber nicht auf Biegen und Brechen. Das Risiko ist doch zu groß«, meinte Trainerin Monika Scheibe. Der 31jährige Steuer war am Montag von einem Auto angefahren worden und hatte sich eine schwere Prellung am rechten Unterarm zugezogen. »Bei den Hebungen kann er den Arm nicht richtig durchdrücken, das wäre auch gefährlich für Mandy geworden«, sagte Monika Scheibe. Vom Pech verfolgt sind auch zwei andere von ihr betreute Duos. Silvia Dimitrov, sie war 1996 mit Rico Rex Vizemeister, zog sich im Training bei einem Sturz eine leichte Gehirnerschütterung >zu'und<erlitt ~ gerade-ge-* ? nesen.-. bei ? eta^

einer ¥ndereh“*Lä^ufeBn'“ScHnittwunden“ am Schienbein. Schlimm erwischte es das Nachwuchspaar Stephanie Weiss/Matthias Bleyer bei der Junioren-WM Anfang Dezember in Saint John/Kanada. Im Trai-

ning prallten beide mit einem US-Paar zusammen, wobei ihr der Oberschenkel aufgeschlitzt wurde.

»Der Paarlauf ist dynamischer geworden«, nannte Dönsdorf eine Ursache für die zahlreichen Unfälle auf dem Eis. Diese Erfahrung mußte auch Mirko Müller machen, der vor vier Wochen beim Wurflutz den Arm von Peggy Schwarz ins Gesicht bekam und sich das Nasenbein brach.

Unangefochten geweannen die Berliner Kati Winkler/Rene Lohse die Pflichttänze vor Stephanie und Thomas Rauer aus Essen und Sandra Arndt/Matthias Lieder (Berlin).

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