UN-Chef: Lage in Syrien katastrophal

Ban verweist auf Folgen des Konflikts mit Türkei

  • Lesedauer: 1 Min.

Straßburg (dpa/nd). UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor »schwerwiegenden Konsequenzen« der Gewalteskalation an der türkisch-syrischen Grenze gewarnt. Die Lage in Syrien habe ein »katastrophales Ausmaß« erreicht, sagte Ban am Montag in Straßburg. Dies sei eine ernste Gefahr für die Stabilität der Nachbarländer Syriens und der Region. Besorgt äußerte er sich über fortdauernde Waffenlieferungen an die syrische Regierung und die Kräfte der Opposition. »Ich fordere erneut die verantwortlichen Länder auf, diese Waffenlieferungen einzustellen«, sagte er. »Die Militarisierung des Konflikts verschlimmert die Lage nur.«

Der Fall Syrien zeige, so Ban, dass der Arabische Frühling auch Unsicherheit und Angst geweckt habe. Er bleibe davon überzeugt, dass die internationale Gemeinschaft in Syrien eine politische Lösung suchen müsse. Zwischen der Türkei und dem Nachbarn Syrien ist die Lage weiterhin sehr angespannt. Auch am Wochenende schlugen wieder Granaten aus Syrien auf türkischem Boden ein.

Ban Ki Moon sprach zur Eröffnung des Ersten Weltforums für Demokratie. Mehr als 1400 Politiker, Nobelpreisträger und Experten aus über 90 Ländern debattieren bis Donnerstag über demokratische Wertvorstellungen, globale Herausforderungen und die Entwicklungen des Arabischen Frühlings. Der Europarat will aus dem Forum eine regelmäßige Veranstaltung machen.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -