CDU-Chefin tritt zurück
Streit im Bremer Landesvorstand hat Konsequenzen
Bremen (dpa/nd). Als Reaktion auf den Streit in der Bremer CDU ist die Landesvorsitzende Rita Mohr-Lüllmann zurückgetreten. »Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mein Amt als Landesvorsitzende der Bremer CDU mit sofortiger Wirkung niederzulegen«, teilte die Politikerin am Sonntag mit. Sie forderte den Fraktionsvorsitzenden der Partei, Thomas Röwekamp, auf, sein Amt ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Zwischen beiden herrscht schon lange ein frostiges Verhältnis.
Mohr-Lüllmann kommt damit einer Aufforderung der Mehrheit des Bremer CDU-Landesvorstandes nach, der seiner Chefin am kommenden Donnerstag den Rücktritt nahe legen wollte. Nach Informationen von Radio Bremen haben sich 19 der 31 Vorstandsmitglieder gegen Mohr-Lüllmann ausgesprochen.
Hintergrund der CDU-Querelen ist die Auseinandersetzung um die Kandidatur zur Bundestagswahl im kommenden Jahr. Neben der Landesvorsitzenden hatte auch der Bremerhavener Kreisvorsitzende Michael Teiser seine Bewerbung um den Spitzenplatz auf der Bremer Liste angekündigt. Mohr-Lüllmann soll im Beisein von Abgeordneten von »kriminellen Machenschaften« in der Bremerhavener CDU gesprochen haben. Sie bestreitet das, eine SPD-Politikerin bestätigte es aber.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.