Dortmund jetzt Zweiter
3:2-Sieg in hochklassigem Spiel gegen Leverkusen
Borussia Dortmund gewann die Punkte, doch auch Bayer Leverkusen durfte sich als Sieger eines spektakulären Fußballkrimis fühlen. »Schade, es war ein großes Spiel«, schwärmte Bayers Sportchef Rudi Völler nach dem 2:3 am Sonntagabend. 26 Torschüsse gegen die Dortmunder, 57 Prozent Ballbesitz und 12:4 Ecken illustrieren, was für ein Offensivfeuerwerk Bayer bei der Aufholjagd nach dem BVB-Doppelschlag durch Marco Reus (3. Minute) und Jakub Blaszczykowski (9./Foulelfmeter) abbrannte. Auch Dortmunds Trainer Jürgen Klopp gab zu: »Unser Sieg ist verdient, aber auch glücklich.« Geschäftsführer Hans-Jürgen Watzke freute sich derweil über die Eroberung des zweiten Tabellenplatzes. »Das wurde auch Zeit. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass wir dort hingehören.«
»Es gibt viele Dinge, die heute bitter waren«, meinte Leverkusens Stefan Reinartz. »Nicht nur, dass ich zwei Tore geschossen und wir dennoch verloren haben.« Mit seinen Treffern (58./62.) hatte er den Rückstand egalisiert, doch Philipp Wollscheids lascher Rückpass führte zum 3:2 durch Dortmunds Torjäger Robert Lewandowski (64.). »Ich habe die Mannschaft um ihren Lohn gebracht«, bekannte Wollscheid zerknirscht.
Jürgen Klopp muss sich derweil Sorgen um einige Nationalspieler machen. Mario Götze (Infekt), Marco Reus (Adduktorenzerrung) und Marcel Schmelzer (Prellung) sagten das Länderspiel am Mittwoch gegen Frankreich ab.
Trotz der Enttäuschung, den Meister nicht in die Knie gezwungen zu haben, will Leverkusen den Kampf um die Rückkehr in die Champions League fortsetzen. »Es gibt keinen Grund, nach so einem Spiel liegenzubleiben«, sagte Völler. Ähnlich positiv sieht es Cheftrainer Sascha Lewandowski: »In vielen Bereichen haben wir uns mit dem BVB auf Augenhöhe messen können.« dpa
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.