Ölkatastrophe verhagelt BP die Bilanz

Entschädigungen in Milliardenhöhe gezahlt

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London (dpa/nd). Beim britischen Ölkonzern BP ist der Gewinn im vergangenen Jahr um die Hälfte eingebrochen. Dies liegt vor allem an Schadenersatzzahlung, die das Unternehmen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im April 2010 leisten muss. Unter dem Strich verdiente der Ölgigant im Jahr 2012 rund 11,58 Milliarden Dollar (8,56 Milliarden Euro). Im Jahr zuvor waren es noch 25,7 Milliarden Dollar. Rechnet man die Ölpreisschwankungen heraus, lag der Gewinn 2012 bei 17,6 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zu 21,7 Milliarden Dollar im Jahr zuvor.

BP konnte im vergangenen Jahr vor allem im Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - punkten. Mit fünf Milliarden Dollar wurde das Ergebnis erneut durch Kosten wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko belastet. Insgesamt rechnet BP mit Kosten von mehr als 42 Milliarden Dollar für die Nachwirkungen der Explosion der Ölplattform »Deepwater Horizon«.

Der Konzern hat sich inzwischen mit den meisten betroffenen Privat- und Geschäftsleuten sowie mit den Strafverfolgungsbehörden in den USA geeinigt. Es stehen nun noch Entschädigungszahlungen für fünf Bundesstaaten sowie die Regierung in Washington aus - etwa für Umweltschäden und Tourismusausfälle. Beobachter rechnen mit weiteren Milliardenzahlungen. Der entscheidende Zivilprozess soll am 25. Februar in New Orleans beginnen.

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