»Alles wird reibungslos laufen«

Organisatoren sehen keine Gefahr für Londoner Marathon

  • Angelika Teudt, London
  • Lesedauer: 2 Min.
Trotz des Bombenanschlags von Boston findet am Sonntag der 33. Marathon von London statt. Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt, die Organisatoren sind von einem Lauf ohne Zwischenfall überzeugt.

Trotz des Bombenanschlags von Boston findet am Sonntag der 33. Marathon von London statt. Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt, die Organisatoren sind von einem Lauf ohne Zwischenfall überzeugt.

Der London-Marathon steht im Zeichen des Bombenanschlags von Boston. Als Folge der Tragödie in den USA hatten die Organisatoren der am Sonntag stattfindenden Veranstaltung angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Überlegungen, den Lauf komplett abzusagen, gab es hingegen nicht.

Der britische Sportminister Hugh Robertson sagte, er sei »absolut zuversichtlich«, dass der Marathon ohne Zwischenfälle ablaufen werde. Zudem sei es der beste Weg, Solidarität mit den Opfern von Boston zu zeigen. London habe bei den Olympischen Spielen 2012 gezeigt, dass die Stadt hervorragend auf sportliche Großereignisse vorbereitet ist, und bei der Planung des Marathons seien alle potenziellen Gefahren in Betracht gezogen worden. Londons Oberbürgermeister Boris Johnson habe mit dem Präsidenten der Londoner Polizei, Sir Bernhard Hogan-Howe, über die Möglichkeit zusätzlicher Sicherheitskräfte gesprochen. Wegen Margaret Thatchers Beisetzung am vergangenen Mittwoch sind ohnehin mehr Polizisten in London stationiert, die im Notfall aushelfen können.

Auch der Hauptverantwortliche des Londoner Marathons, Nick Bitel, sagte, er sei zuversichtlich, dass alles reibungslos verlaufen werde, denn London sei »eine der sichersten Städte der Welt«. Auch das Königshaus scheint keine Befürchtungen zu hegen und gab bekannt, Prinz Harry werde wie geplant an der Preisübergabe teilnehmen.

Einige Profis haben ebenfalls bereits ihre Unterstützung versichert. Mo Farrah, zweifacher Goldmedaillengewinner der Sommerspiele 2012 will sich die Teilnahme nicht nehmen lassen. »Der London-Marathon ist etwas besonderes. Als Kind kam ich hierher, um die besten Läufer der Welt zu sehen. Nach meinem Erfolg bei Olympia gibt er mir die Chance, auf diesem Wege den Zuschauern etwas zurückzugeben.«

Weltrekordler Patrick Makau aus Kenia ist sich der erhöhten Alarmbereitschaft zwar bewusst, er könne sich darüber aber beim Laufen keine Gedanken machen, sagt er, da dies seine Leistung mindern würde. Mit Profiläufern unter anderem aus Uganda, Kenia und Äthiopien ist der 33. London Marathon der am besten besetzte Lauf seit Jahren.

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