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Großer »Kul-Tour-Tag« in der Bölsche

Die Straße im Köpenicker Ortsteil Friedrichshagen wird am 9 September zur Kunstgalerie Von Wolfgang Carst

  • Lesedauer: 2 Min.

Die Bölschestraße in Friedrichshagen steht am kommenden Samstag im Zeichen von Kunst und Kultur. Galerien, Ateliers und Boutiquen aus dem Köpenicker Ortsteil haben sich zusammengeschlossen, um am 9 September den ersten »Kul-Tour Tag« in ihrem Kiez zu feiern. Sie wollen damit an die großen kulturellen Traditionen anknüpfen, die sich in Friedrichshagen zu Zeiten des Dichterkreises entwickelt haben, und bewusst ein Gegenstück zu herkömmlichen Volksfesten setzen.

Ein interessanter Tipp für Besucher des »Kul-Tour Tages« dürfte sicherlich die Bölschestraße 12 sein, wo sich die Galerie »Interieur« befindet. Hier stellt Gabriele Trillhase, die seit 1989 als Schmuckgestalterin arbeitet (noch mit Genehmigung des Verbandes der Kulturschaffenden der DDR), Proben ihres künstlerischen Schaffens vor. Dazu gehören neben Schmuck stücken auch kreative Arbeiten mit Leder und natürlich ihre »Trillis«, kleine Nackedeis mit Symbolen auf dem Kopf. Übrigens: An ihren Arbeiten steht das Schild »Bitte berühren«.

Ebenfalls im »Interieur« stellt der Maler Harry Hörn seine Landschaftsbilder mit Motiven aus Pankow und der Mark Brandenburg aus. Zu einer Vernissage mit Sybille Meister und Thomas Habedank lädt das Hof-Atelier Bölschestraße 11 ein. Das Medienhaus Friedrichshagen im Haus Nummer 10 wartet mit einem Jazz-Konzert und einem Lesewettbewerb für Kinder auf, um nur einige der kulturellen Gastgeber zu nennen.

Friedrichshagen und die Bölschestraße reihen sich mit ihrem »Kul-Tour Tag« in das Kaleidoskop kultureller Aktivitäten ein, die charakteristisch für den Stadtbezirk Köpenick sind. Erst Ende vergangener Woche schloss in der Altstadt ein bemerkenswertes Stadtkunstprojekt im Rahmen des 4. Köpenicker Maisalons seine Pforten. Es war der »Widerhaken- Kräuter-Garten« des Amerikaners Richard Posner.

Auf dem Gelände der 1938 von Nazi- Horden abgebrannten Synagoge im Hof der Freiheit 8 erinnerte der Künstler mit einem Glasscherbenfeld an das zerstörte jüdische Gotteshaus. Ein angegliederter Blumen- und Kräutergarten gemahnte zum Nachdenken, zur Meditation. Das Projekt wird anschließend bei Halle auf der Burg Giebichenstein gezeigt.

Alle Veranstaltungen des Friedrichshagener »Kul-Tour Tages« sind am Samstag in der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr für die Besucher geöffnet.

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