Einigung mit Rebellen

Libysche Regierung verfügt wieder über Ölhäfen

  • Lesedauer: 2 Min.
Die libysche Regierung hat eine Einigung im Ölstreit mit den Rebellen verkündet. Die Ölkrise in Libyen sei beendet, hieß es von Interimsregierungschef Thinni.

Kairo/Washington. Die libysche Regierung hat sich nach Worten des amtierenden Ministerpräsidenten Abdullah al-Thinni mit den Rebellen im Ölstreit geeinigt. Wie das libysche Fernsehen am Mittwoch berichtete, habe die Regierung die Kontrolle von zwei Ölterminals im Osten des Landes, die von den Rebellen seit einem Jahr blockiert wurden, übernommen. Über die Häfen Ras Lanuf und Al-Sidra läuft etwa die Hälfte des libyschen Erdölexports. Im Juli 2013 hatten Rebellen die Kontrolle über die vier Ölhäfen übernommen. Der Verkauf von Erdöl ist die wichtigste Einnahmequelle Libyens.

Der Libyer Ahmed Abu Chatallah ist am Mittwoch in Washington einem US-Bundesgericht vorgeführt worden. Er wird beschuldigt, Drahtzieher der tödlichen Attacke auf das US-Konsulat in der zweitgrößten libyschen Stadt Bengasi am 11. September 2012 zu sein. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Ahmed Abu Chatallah eine »Gefahr« für die Vereinigten Staaten darstelle und daher hinter Gittern bleiben müsse. Dem folgte das Gericht nach einer 20-minütigen Anhörung.

Eine US-Spezialeinheit hatte Chatallah Mitte Juni bei eine Kommandoaktion in der Nähe von Bengasi gekidnappt und außer Landes gebracht. Zunächst wurde er auf einem US-Kriegsschiff verhört und dann in die Vereinigten Staaten gebracht. Das Pentagon bezeichnete Chatallah als »Schlüsselfigur« des Angriffs auf das US-Konsulat in Bengasi, bei dem Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet worden waren. dpa/AFP/nd

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