Angriff auf Schule der UN in Gaza

Palästinenser hatten in Gebäude Schutz gesucht

  • Lesedauer: 1 Min.

Gaza. Bei einem israelischen Angriff im Gaza-Streifen sind in einer von der UNO betriebenen Schule mindestens neun Menschen getötet worden. Das Gebäude wurde am Donnerstag von einem Geschoss der israelischen Streitkräfte getroffen. Unter den Toten befindet sich ein einjähriges Kind. Ein Sprecher der Rettungskräfte sprach von 15 Toten und Dutzenden Verletzten. In die Schule bei Beit Hanun hatten sich zahlreiche Palästinenser vor Israels Angriffen geflüchtet. Die UNO hatte die genauen Koordinaten des Gebäudes an die israelische Armee weitergegeben, um dieses zu schützen.

Bis Donnerstagnachmittag wurden damit 718 Palästinenser getötet, der Großteil davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben zwei Zivilisten und 32 Soldaten. Die Bemühungen um eine Waffenruhe dauerten derweil an. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon traf in Dschiddah (Saudi-Arabien) mit König Abdallah zusammen, um über den Konflikt zu sprechen. Nach heftiger Kritik Israels hat die US-Luftfahrtbehörde das Nichtanfliegen des Flughafens in Tel Aviv wieder aufgehoben. AFP/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.