Werbung

Nicht von falschen Staatsanwälten einschüchtern lassen

Verbraucherzentrale Brandenburg warnt

  • Lesedauer: 2 Min.
Die Masche ist so einfach wie böse: Ahnungslose Brandenburger erhalten Anrufe von angeblichen Staatsanwälten, die vorgeben, in der Türkei werde gegen sie ermittelt. Um die Ermittlung abzuwenden, müsse man sofort eine hohe Geldsumme auf ein Konto in der Türkei transferieren.

Zudem drohen die Betrüger zahlungsunwilligen Verbrauchern, sie würden direkt einen Streifenwagen vorbei schicken.

Die Verbraucherzentrale warnt: Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen und bloß kein Geld überweisen!

Mehrere Verbraucher haben sich bereits an die Verbraucherzentrale gewandt, da sie von angeblichen Staatsanwälten oder Polizisten angerufen worden sind. Sie sollten Geld in die Türkei überweisen, je nach Fall mehrere Hundert bis über 1000 Euro. Damit sollte eine angebliche Ermittlung gegen sie abgewendet werden. Wer nicht zahlen wollte, dem wurde mit sofortiger Verhaftung gedroht.

Besonders realistisch wirkt die Masche, da die Betrüger am Telefon eine Rückrufnummer angeben, unter der tatsächlich jemand zu erreichen ist. Auch werden die Verbraucher genauestens instruiert: Sollte es bei ihrer Bank kritische Nachfragen zur Überweisung geben, solle man sagen, dass das Geld für einen Freund sei.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät: Wer einen solchen Anruf erhält, sollte einfach sofort wieder auflegen. Keinesfalls sollte man sich einschüchtern lassen und Geld überweisen. Dass der Anrufer unseriös ist, kann man bereits daran erkennen, dass bundesstaatliche Einrichtungen keine Überweisungen per Anruf fordern.

Wer bereits Opfer der dreisten Masche geworden ist, sollte bei der Polizei Strafanzeige stellen. Dazu ist es hilfreich, wenn man sich Namen und Telefonnummer des Anrufers sowie Datum und Uhrzeit des Anrufs notiert hat. vzb/nd

Individuellen Rat erhalten Verbraucher in den Verbraucherberatungsstellen:

 Vereinbarung persönlicher Beratungstermine am landesweiten Termintelefon unter (0331) 98 22 995 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr);

 online unter www.vzb.de/termine;

 am Beratungstelefon unter (09001) 775 770 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, 1 Euro/min im deutschen Festnetz, Mobilfunk abweichend);

 per E-Mail-Beratung auf www.vzb.de/emailberatung.

- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.