Friedensverhandlungen zwischen Kolumbiens Regierung und der FARC-Guerilla

Kolumbianischer Konfliktforscher Ariel Avila sieht in Lösung der Geisel-Krise Stärkung des Friedensprozesses

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Die Friedensverhandlungen zwischen Kolumbiens Regierung und der FARC-Guerilla sieht der Konfliktforscher Ariel Avila nicht durch die Entführung des Generals Ruben Alzate belastet. Dass Alzate freigelassen wurde, siehta Avila sogar positiv: »Es wird den Friedensprozess stärken, weil beide Seiten gezeigt haben, dass sie willens sind, die Krise so schnell wie möglich zu lösen«, sagte der Forscher von der Stiftung »Frieden und Versöhnung« im nd-Interview.

Aviel hält seinen Optimismus für wohl begründet: »Das zeigt unter anderem die recht schnell getroffene Vereinbarung, in der kommenden Woche wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.« In der Tat werden die Gespräche kommenden Mittwoch in Havanna fortgesetzt. Trotz der Fortschritte bei dem im November 2012 in Kubas Hauptstadt begonnenen Dialog sieht Avila das schwierigste Thema ungeklärt. Dieses sei »die Frage nach der Übergangsjustiz, also ob und wie lange die Guerilleros für ihre Verbrechen ins Gefängnis müssen«.

In dem seit 1964 andauernden bewaffneten Konflikt zwischen der Regierung und Guerillagruppen sind seit 1964 etwa 200.000 Menschen umgekommen. Vier Millionen Menschen wurden von ihrem Land vertrieben. Hintergrund ist die extreme ungleiche Landverteilung: Drei Millionen kolumbianische Familien besitzen »knapp fünf Millionen Hektar Land, während 3000 Latifundistas 40 Millionen Hektar ihr Eigen nennen«.

Lesen Sie das vollständige Interview am 6. Dezember im Wochennd.

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