Über 3.200 rechte Straftaten in zwei Monaten

Bericht: Zunahme seit dem Sommer vor allem bei den Gewalttaten / Innenminister de Maizière: »Schande für Deutschland«

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Angesichts der eklatanten Zunahme rechter Gewalt hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière nicht nur Sicherheitsbehörden, sondern die ganze Gesellschaft zur Gegenwehr aufgerufen. »Wir müssen aufpassen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus nicht in die Mitte unserer Gesellschaft kriechen«, sagte der CDU-Politiker der Polit-Illustrierten »Spiegel«.

Nach Angaben des Magazins nahm die Zahl der offiziell registrierten Straftaten aus dem rechten Spektrum in den vergangenen Monaten deutlich zu. Allein im Oktober registrierten die Behörden demnach 1.717 sogenannte politisch motivierte Straftaten von rechts - im September waren es 1.484. Insbesondere bei den Gewalttaten sei seit Sommer 2015 ein starker Anstieg der Zahlen festzustellen.

Die Entwicklung sei eine »Schande für Deutschland«, sagte de Maizière. Die Behörden würden derzeit »sehr aufmerksam« beobachten, »ob sich überregional vernetzte Strukturen bilden und welche Tatmuster und Tätercharakteristika sich herausbilden«. nd/Agenturen

- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -