Maya-Schätze im Gropius Bau
Spektakuläre Kulturschätze Mexikos sind von diesem Dienstag an im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Unter dem Titel »Die Maya - Sprache der Schönheit« werden rund 300 Objekte des Indio-Volkes, eine der ältesten Hochkulturen der Welt, präsentiert. Zugleich startet damit das gemeinsame Kulturjahr 2016 von Mexiko und Deutschland.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der menschliche Körper als grundlegendes Motiv der prähispanischen Kunst. Gezeigt werden Abbildungen und Interpretationen sowie die ästhetischen Ideale der Maya, wie der Direktor des Martin-Gropius-Baus, Gereon Sievernich, betonte. Fast alle der gezeigte Kunstwerke, zu denen unter anderem Reliefs, Büsten und Figuren aus Stein, Schmuck sowie Textilien zählen, wurden auf der Halbinsel Yucatán im Golf von Mexiko zwischen 500 v. Chr. und 1500 n. Chr. geschaffen.
Kuratorin Karina Romero Blanco erklärte, dass die Maya ihren Körper als Bildfläche nutzen, auf der sie mit zahlreichen Symbolen ihre Glaubensvorstellungen und Wünsche, ihre soziale Welt und ihre persönlichen Wesen zeigten. So kleidete sich der Großteil der Bevölkerung schlicht: Frauen trugen einen Huipil, eine Art Tunika, und Männer einen Lendenschurz. Die Adligen trugen dagegen kunstvoll verarbeitete Kleidung.
Im Teil »Das Tier als Ebenbild« wird das Verhältnis Mensch-Tier beleuchtet. Kuratorin Blanco zufolge waren für die Maya Tiere Wesen mit übernatürlichen Kräften. So untermauerten die Regierenden etwa ihre Macht, indem sie sich Wunderkräfte zuschrieben, die ihnen ermöglichten, ihren Körper in der Nacht zu verlassen und sich in Gestalt tierähnlichen Wesen frei zu bewegen. epd/nd
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