SPD im nächsten Umfrageloch
Zustimmung für Sozialdemokraten sinkt auf 19,5 Prozent
Berlin. Die Serie von schlechten Umfragenachrichten für die SPD reißt nicht ab: Erstmals sind die Sozialdemokraten in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa unter die Marke von 20 Prozent gerutscht. Demnach würde die SPD nur noch 19,5 Prozent holen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das INSA-Institut war wegen angeblicher AfD-Nähe in der Kritik, wies einen Einfluss auf seine Zahlen aber stets zurück.
Im jüngsten Deutschlandtrend war die SPD zuletzt auf 21 Prozent abgerutscht - das war der niedrigste Wert für die Sozialdemokraten, seit 1997. Auch in anderen Umfragen ist die SPD in den vergangenen Wochen deutlich abgesackt. Davor hatte das Institut Forsa ermittelt, dass die Partei von Gabriel zwar bei 21 Prozent stehe - das war nicht das schlechteste Ergebnis bei dem Institut bisher. Aber der SPD würden aktuell nur etwa 9,5 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmen geben - eine halbe Million weniger als 2009. Damals hatten die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis einstecken müssen. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte, ohne einen überzeugenden Gesellschaftsentwurf werde die SPD nicht wieder kanzlerfähig werden.
Die neue Umfrage im Auftrag der »Bild«-Zeitung bescheinigt auch den Unionsparteien leichte Verluste und sieht CDU/CSU gemeinsam bei 31,5 Prozent. Drittstärkste Kraft würden die Grünen mit 13,5 Prozent vor der Rechtsaußen-Partei AfD mit 12,5 Prozent und der Linken mit 9,5 Prozent. Auch die FDP käme mit unverändert 7,5 Prozent in den Bundestag. Agenturen/nd
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