Vier für Clinton, einer für Sanders
Vorwahlen der US-Demokraten: Ex-Außenministerin gewinnt Delaware, Maryland, Pennsylvania und Connecticut / Linker Senator holt Rhode Island
Berlin. Bei den Vorwahlen der US-Demokraten hat Hillary Clinton mit vier Erfolgen in Ostküstenstaaten am Dienstag ihren Vorsprung vor dem linken Senator Bernie Sanders vergrößert. Clinton siegte laut diverser TV-Sender deutlich mit Ergebnissen zwischen 51 und mehr als 60 Prozent in Delaware, Maryland, Pennsylvania und Connecticut, während Sanders in Rhode Island mit etwa 55 Prozent gewann. Der Fokus lag an diesem Wahltag auf den bevölkerungsreichen Staaten Maryland und Pennsylvania mit einer besonders hohen Zahl von Delegierten für die Nominierungsparteitage im Juli. Aussagekräftige Angaben über die Verteilung der Delegierten lagen aber zunächst noch nicht vor.
Bei den Demokraten dürfte Clinton aber der Schwelle von 2.383 Delegierten, die sie für ihre Nominierung braucht, ein deutliches Stück näher gerückt sein. Mit Eurer Hilfe werden wir zurück nach Philadelphia kommen, zum demokratischen Parteitag, mit den meisten Stimmen und den meisten Delegierten«, rief Clinton Anhängern zu. Der linke Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen und auch beim Parteitag im Juli in Philadelphia zu kandidieren.
Vor den Wahlen am Dienstag hatte Clinton laut CNN bereits bei 1.941 Stimmen gelegen. Allein in Pennsylvania waren 189 Delegiertenstimmen der Demokraten zu vergeben, in Maryland 95. In ihrer Siegerrede in Philadelphia schlug die Ex-Außenministerin versöhnliche Töne in Richtung von Senator Sanders an. Sie dankte ihm und seinen »Millionen von Unterstützern« dafür, den Schwerpunkt der Kampagne auf die Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten gelegt zu haben. »Zusammen werden wir das schaffen«, sagte sie. Agenturen/nd
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