Glyphosat bei jedem vierten Gerstenschlag
Schwerin. In Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals die Anwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat überprüft worden. Ein Viertel der kontrollierten Gerstenflächen war mit dem Wirkstoff behandelt worden, jede dritte davon ohne Notwendigkeit, teilte das Agrarministerium am Mittwoch mit. Insgesamt seien 98 Gerstenschläge vor der Ernte getestet worden. Bei den ungerechtfertigten Einsätzen würden jetzt intensive Betriebskontrollen erfolgen, kündigte das Ministerium an. Nach Ansicht der Umweltorganisation BUND wird das Mittel allerdings längst nicht so selten eingesetzt wie von Agrarminister Till Backhaus (SPD) dargestellt. BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag sagte, der Hauptteil des Glyphosats werde nicht bei der Vorernte-Behandlung auf die Felder gebracht, sondern vor der Aussaat und nach der Ernte. Die Kontrollen auf 98 Feldern waren vor der Winterernte erfolgt. dpa/nd
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