Werbung

Polizei schießt mit Gummischrot gegen Hausbesetzer in Bern

Linke Gruppe aus »Effy 29« geräumt / Aktivisten warfen Feurwerkskörper

  • Lesedauer: 2 Min.

Bern. Mit einem Großeinsatz ist die Polizei in der Schweizer Hauptstadt Bern am Mittwoch gegen Hausbesetzer vorgegangen. Das von der linksradikalen Gruppe »Oh du Fröhliche« im Dezember besetzte Haus »Effy 29« in der Effingerstraße wurde geräumt. Die Besetzer leisteten dabei Widerstand und bewarfen die Polizei mit Feuerwerkskörpern und Farbe. Die Polizei setzte ihrerseits Gummischrot ein.

Das Wohnhaus liegt in öffentlicher Hand und stand zuvor leer. Die zuständige Behörde hatte vor Gericht einen Räumungsbeschluss erwirkt mit der Begründung, die illegale Besetzung habe für den Bund Schaden zur Folge. Unmittelbar nach der Räumung soll mit geplanten Sanierungsarbeiten begonnen werden, um die Wohnungen dann der Bundesverwaltung zur Verfügung zu stellen.

Die Jusos der Stadt Bern protestieren gegen die Räumung. »Die ‘Effy 29’ war ein leer stehendes Gebäude, dem auf friedliche und fröhliche Art und Weise Leben eingehaucht wurde. Niemand störte sich daran, niemand wurde verletzt oder geschädigt«, schreibt die Jugendorganisation in einer Erklärung. Die anhaltende Welle von Besetzungen in Bern sei zudem »ein klares Zeichen dafür, dass die Stadt Bern in der Pflicht steht, vermehrt günstigen Wohnraum anzubieten«.

Seit dem Wochenende ist ein weiteres Haus in der Stadt besetzt: Die »Alte Schreinerei«. Der Kanton habe den Besetzern bis Donnerstag Zeit gegeben, die Liegenschaft zu räumen, schreibt das »Schweizer Radio und Fernsehen« SRF. ek

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -