Afghanistan: Immer mehr Binnenflüchtlinge

  • Lesedauer: 1 Min.

Kabul. In Afghanistan haben nach UN-Angaben fast 50 000 Menschen seit Jahresbeginn ihre Heimatdörfer verlassen müssen. Hintergrund sei die zunehmende Gewalt. Allein in der vergangenen Woche seien in 22 von 34 Provinzen Menschen vertrieben worden. In der nördlichen Provinz Kundus, wo bis 2013 die Bundeswehr stationiert war, habe es wieder »bedeutende Kampfhandlungen« gegeben, heißt es in dem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe. Es gebe nun Berichte, dass Familien, die es sich leisten könnten, die Provinz aus Furcht vor der Frühjahrsoffensive der Taliban verließen. Im Westen Afghanistans hat sich laut UN-Nothilfebüro die Situation großflächig verschlechtert. Im Osten sei es in der vergangenen Woche ruhiger gewesen. Im Süden gebe es weiter Kämpfe, vor allem in der großen Provinz Helmand. Dort, wie in Kundus, kontrollieren die Taliban weite Teile fast aller Bezirke. dpa/nd

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das »nd« bleibt gefährdet

Mit deiner Hilfe hat sich das »nd« zukunftsfähig aufgestellt. Dafür sagen wir danke. Und trotzdem haben wir schlechte Nachrichten. In Zeiten wie diesen bleibt eine linke Zeitung wie unsere gefährdet. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach oben zeigt, besteht eine niedrige, sechsstellige Lücke zum Jahresende. Dein Beitrag ermöglicht uns zu recherchieren, zu schreiben und zu publizieren. Zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -