Duterte verhängt Kriegsrecht

Schwere Kämpfe in der Region Mindanao auf den Philippinen

  • Lesedauer: 1 Min.

Marawi. Nach tagelangen Kämpfen mit Islamisten haben philippinische Sicherheitskräfte am Donnerstag die Stadt Marawi bombardiert. Es handele sich um »chirurgische Luftangriffe«, sagte ein Militärsprecher. In der hauptsächlich von Muslimen bewohnten Stadt in der Region Mindanao kämpfen bewaffnete Islamisten seit Dienstag gegen Polizisten und Soldaten. Am Donnerstag waren laut Militär noch 30 bis 40 Islamisten aktiv. Die meisten Einwohner flohen vor der Gewalt.

Aus einem Viertel nahe des Gebäudes der Provinzregierung in der 200 000-Einwohner-Stadt Marawi stiegen schwarze Rauchwolken auf. Nach Angaben der Behörden starben bislang bereits fünf Soldaten, zwei Polizisten sowie 26 Extremisten.

Angesichts der Kämpfe in Marawi hatte der philippinische Präsidenten Rodrigo Duterte das Kriegsrecht über die gesamte Region von Mindanao verhängt. Am Mittwoch drohte er damit, die potenziell ein Jahr lang andauernde Maßnahme auf das gesamte Land auszudehnen. AFP/nd Seiten 4 und 8

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