Anhörung vor Militärgericht
Filmfestspiele Venedig
Der beim Filmfestival in Venedig gefeierte Regisseur Ziad Doueiri ist nach seiner Rückkehr in den Libanon von einem Militärgericht angehört worden. Ein Freund des französisch-libanesischen Regisseurs bestätigte, dass Doueiri nach seiner Ankunft aus Venedig am Sonntag am Flughafen Beirut festgehalten und seine Pässe einbehalten worden seien. Doueiris aktueller Film »The Insult« wurde beim Filmfest Venedig gezeigt. Hauptdarsteller Kamel El Basha gewann den Preis für den besten Schauspieler. Er spielt einen Palästinenser, dessen Streit mit einem Libanesen in Beirut so eskaliert, dass die Stadt fast vor einem Bürgerkrieg steht.
Doueiri wollte zur Premiere des Films in den Libanon reisen. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass die Anhörung vor dem Militärgericht mit einem früheren Film des Regisseurs zu tun habe. Doeuiris Film »The Attack« (2013) wurde teilweise in Israel gedreht. Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, libanesische Staatsbürger dürfen nicht nach Israel reisen. Die Vorführung des Films »The Attack«, in dem es um einen Selbstmordanschlag in Israel geht, ist im Libanon verboten. dpa/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.