Friedensnobelpreisträger fordert Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot
Berlin. Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hat erneut Deutschlands Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot gefordert. Am Mittwochabend schuf die Organisation dazu eine meterhohe Lichtinstallation neben der CDU-Parteizentrale in Berlin. Gezeigt wurde der Schriftzug »Frau Merkel, unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot!«. Außerdem wurde symbolisch die Kanzlerin mit einer durchgebrochenen Atombombe abgebildet. Anlass der Aktion waren die für Donnerstag angesetzten Sondierungsgespräche zum Thema Außenpolitik. Die Organisation hatte zuletzt mehrfach kritisiert, dass die Bundesregierung die politische Bedeutung des Vertrags zum Verbot von Atomwaffen bislang völlig verkannt habe. Deutschland müsse sich dem Bündnis der Deeskalation anschließen, forderten ICAN-Vertreter. Am Donnerstag startete ICAN Deutschland zusammen mit IPPNW Deutschland (Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges) und der Kampagne »Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt« zudem eine Online-Petition, mit der die künftige Bundesregierung zum Beitritt zum internationalen Atomwaffenverbot aufgefordert wird. epd/nd
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