Neuer Leiter in der SED-Aufarbeitung Berlin

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Das Abgeordnetenhaus wählt 28 Jahre nach dem Fall der Mauer einen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Einziger Kandidat ist auf Vorschlag des rot-rot-grünen Senats der frühere DDR-Bürgerrechtler Tom Sello. Die Wahl des 60-Jährigen am Donnerstag gilt als sicher. Ende September hatte das Parlament die Neuausrichtung des Amtes beschlossen. Demnach soll sich der künftige Landesbeauftragte nicht nur um die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit kümmern, sondern die gesamte politische und historische Aufarbeitung der SED-Diktatur in den Blick nehmen. Der Beauftragte berät Menschen, die in der DDR politisches Unrecht erlitten, zu Fragen der Rehabilitierung und Entschädigung. Zudem unterstützt er frühere DDR-Bürger, die durch Verfolgung Gesundheitsschäden davontrugen. Die Amtszeit des bisherigen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Martin Gutzeit, endet am 27. November. Der 65-Jährige geht in den Ruhestand. Gutzeit hatte das Amt seit 1993 inne. dpa/nd

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