Sachsen-Anhalt: CDU für sechsstündige Kernzeit bei Kinderbetreuung
Wernigerode. Die CDU in Sachsen-Anhalt setzt bei der Novellierung des Kinderförderungsgesetzes auf einen Systemwechsel. Statt des bisherigen Anspruchs auf bis zu zehn Stunden Betreuung für alle Kinder, will die CDU-Fraktion künftig wieder differenzieren nach Berufstätigkeit der Eltern, hieß es am Donnerstag nach einer Klausurtagung in Wernigerode. Demnach soll das Land pauschal sechs Stunden der Personalkosten für das pädagogische Personal übernehmen. Brauchen Eltern darüber hinaus Betreuungszeiten für ihre Kinder, müssten sie diese individuell mit den Trägern der Kitas vereinbaren. Von der LINKEN-Fraktion kam Kritik: »Damit macht die CDU einen gewaltigen Schritt zurück hinein in einen Zustand, der zu Recht von der Fachwelt als bildungs- und sozialpolitische Katastrophe bezeichnet wurde.« Es seien zudem nur marginale Einsparungen zu erwarten, aber ein erheblicher Verwaltungsaufwand. Auch aus Sicht von Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bedeuten die Vorschläge der CDU für das neue Kinderförderungsgesetz erhebliche Rückschritte. Sachsen-Anhalt wird derzeit von einer Koalition aus CDU, SPD und Grünen regiert. dpa/nd
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