Ab Montag Warnstreiks der IG Metall
Rund 700 Kollegen aus Industriebetrieben im Norden der Hauptstadt erwartet die IG Metall am Montag bei einer Streikkundgebung in Tegel. Damit werden die Warnstreiks erstmals auch Berlin erfassen. Am Donnerstag hatten bereits rund 600 Beschäftigte des Getriebeherstellers ZF in Brandenburg an der Havel die Arbeit niedergelegt. In insgesamt acht Bundesländern soll am Montag wieder gestreikt werden. Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten und sie will ermöglichen, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit vorübergehend verkürzen, zum Teil mit Lohnausgleich.
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg nannte die Warnstreiks rechtswidrig. Wer künftig in Teilzeit wechsele, könne durch den Lohnausgleich einen höheren Stundenlohn erzielen als jemand, der schon in Teilzeit arbeite. »Wir unterschreiben nur Tarifverträge, die mit Recht und Gesetz in Einklang stehen«, kündigte Verhandlungsführer Stefan Moschko an. Vor Gericht klären lassen wolle der Verband dies jedoch nicht. Das sei immer nur das letzte Mittel. Der Berliner IG-Metall-Chef Klaus Abel nannte die Argumentation der Arbeitgeber »Nonsens«. »Wir begrüßen es, dass die Arbeitgeber die Not der Teilzeit-Beschäftigen erkannt haben.« nd
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