Programmbeschwerden vor allem zu Werbung und Politberichterstattung

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Saarbrücken. Das Portal »Programmbeschwerde.de« der Landesmedienanstalten hat im vergangenen Jahr 1150 schriftliche Anfragen und Beschwerden erhalten. Das seien rund 100 mehr als 2016 gewesen, teilte die zuständige saarländische Landesmedienanstalt am Montag in Saarbrücken mit. Es habe sich vor allem um Anfragen und Beschwerden zu politischer Berichterstattung, Werbepraxis und Jugendschutz gehandelt. 568 Anliegen bezogen sich demnach auf Programminhalte privater Anbieter oder Online-Angebote, 582 auf Sendungen und Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie auf Fragen zum dualen Rundfunksystem. Ingesamt 118 Zuschriften zu individuellen oder übergreifenden Fragen konnten die Mitarbeiter den Angaben zufolge direkt beantworten. Kritik und Beschwerden zu politischen Themen bezogen sich den Angaben zufolge meist auf die öffentlich-rechtliche Berichterstattung und Talk-Formate. Dies könnte »ein Indikator für mangelnde Relevanz der privaten Angebote in diesem Segment für das Fernsehpublikum sein«, sagte der Direktor der saarländischen Landesmedienanstalt, Uwe Conradt. Dies sollte besonders den privaten Programmvollveranstaltern zu denken geben. epd/nd

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