Religiöses Mobbing an Berliner Schule

Vorfall löst Debatte über Strategien gegen Antisemitismus aus

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Die Senatsverwaltung für Bildung bestätigte am Montag einen antisemitischen Vorfall an einer Grundschule in Berlin-Tempelhof. Bereits am Wochenende hatten Medien berichtet, dass eine jüdische Schülerin an der Paul-Simmel-Grundschule von muslimischen Schülern angepöbelt worden sei, weil sie nicht an Allah glaube.

Die Vorfälle von religiösem Mobbing lösten eine Debatte über Toleranz auf Schulhöfen aus. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), sagte der »Bild«-Zeitung: »Die Regeln unseres Zusammenlebens klar zu vermitteln, kann nie früh genug anfangen - schon in den Kitas und Grundschulen.« Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte, Vorfälle wie der an der Simmel-Grundschule seien »Gott sei Dank noch kein flächendeckendes Problem an deutschen Schulen«. Aber es gebe eine wachsende Polarisierung und Verschlechterung der Zustände an Problemschulen in Brennpunkt-Bezirken. nd/Agenturen Seite 11

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