Dschihadisten droht Passentzug
Innenministerium plant auch mehr sichere Herkunftstaaten
Berlin. Das Bundesinnenministerium will Dschihadisten mit einem Doppelpass die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Das sei »ein vordringliches Ziel«, er rechne mit einem Gesetzentwurf »auf jeden Fall im ersten Jahr der Regierung«, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer (CSU), den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Aufgrund der hohen Zugänge plane Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) überdies, neben Marokko, Tunesien und Algerien auch Armenien, insbesondere aber Georgien zum »sicheren Herkunftsstaat« zu deklarieren, um Asylanträge schneller bearbeiten zu können. Wie die Zeitungen unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge berichteten, stellten im vergangenen Jahr 3462 Georgier und 3857 Armenier einen Asylantrag in Deutschland. Im Januar seien weitere 745 Asylbewerber aus Georgien registriert worden, im Februar 596. Das sei mehr als in jedem Monat im Vorjahr. AFP/nd Seiten 4 und 6
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