Leinen los!
Rund um die Uhr verlassen Passagiere und Güter den Seehafen Rostock, während andere gerade eintreffen. Entlang der Unterwarnow zieht sich dieser riesige Umschlagplatz bis weit in die Stadt hinein, deren Pulsschlag er mitbestimmt. Die Geschichte des Hafens geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als das Bier eines der wichtigsten Exportgüter war. Nach einer Zeit des Niedergangs erlebte er im 19. Jahrhundert eine zweite, bescheidenere Blüte, ehe er in der DDR zu einem der größten Arbeitgeber an der Ostseeküste avancierte. Den Massenentlassungen nach 1990 folgte allmählich wieder ein Aufschwung, an dessen vorläufigem Ende ein illustres Nebeneinander von Güterverschiffung, Fähr- und Kreuzfahrttourismus und Stadtmarketing steht.
In eindrucksvollen Fotografien hat Uwe Jacobshagen nicht nur die betriebsame Geschäftigkeit selbst bei tiefer Nacht eingefangen und dem Fernweh Ausdruck verliehen, das im Meer dem Horizont entgegenschwappt. Er hat sein Augenmerk auch auf die Menschen gerichtet, die den Hafen erst zum Leben erwecken: die Kapitäne und Lotsen, die Kraftfahrer und Seeleute aus aller Welt. mha Foto: Uwe Jacobshagen
Uwe Jacobshagen: Seehafen Rostock. Ein fotografisches Porträt. Mit Texten von Rita B. Wahl. Mitteldeutscher Verlag, 152 S., geb., 25 €.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.