Linke lehnen dauerhafte Waffenverbotszonen in Saarbrücken ab
Saarbrücken. Die Linken im Saarländischen Landtag sehen die Pläne von Innenminister Klaus Bouillon (CDU) kritisch, in Saarbrücken dauerhafte Waffenverbotszonen einzurichten. »Die Bundesländer, die das gemacht haben, berichten von einem Verdrängungseffekt«, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Jochen Flackus am Montag. Wenn man Krisenplätze habe und diese zu Zonen erkläre, werde sich die Krise verlagern. »Das ist eine ganz praktische Erfahrung.« Flackus räumte jedoch ein, dass dies auf Volksfesten anders sein könne. SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn hatte sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, auch die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass Kommunen Waffenverbotszonen örtlich und zeitlich begrenzt einrichten können - etwa für Dorffeste. »Es macht keinen Sinn, so etwas nur auf die Landeshauptstadt zu begrenzen«, unterstrich sein Stellvertreter Eugen Roth. Beispielhaft nannte er Saarlands größtes Oktoberfest mit 2500 Gästen im Festzelt in Merchweiler. »In solch einer Phase kann so etwas spannend sein«, so Roth. »Man kann nicht sagen, in Saarbrücken gibt es das Problem und in Neunkirchen, Saarlouis und in Homburg nicht.« dpa/nd
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